23. Juni 2022

Twee dagen Nederland

Mit der Mittelstufe machte sich Herr Kück und Frau Nowak auf in unser schönes kleines Nachbarland. Ziel: Unsere Partnerschule das Deltion-College. Wir wurden sehr freundlich von der Lehrerin Jeannet Kuiper empfangen.

Nach einer kleinen Führung durch die für deutsche Verhältnisse „gigantisch“ gut ausgestattete Schule mit fast 300 Ausbildungsberufen, machte die Delegation des Pictorius-Berufskollegs einen Abstecher in die IT-Abteilung. Hier folgte die Vorstellung des spannenden VR-Brillen Projekts. Die VR-Brillen machen es möglich, in die virtuelle Welt ein zu tauchen und (internationale) Begegnungen zu initiieren.

Anschließend wurde zum „Lunch“ geladen, nach der Stärkung mit einem leckeren „Broodje“ und einem „Kopje Koffie“, ging es in die Abteilung Fashion Design (Mode).

Hier wurde uns eine kleine „Farbberatung“ zuteil, die die Schüler*innen für Mode in Kleingruppen an den deutschen Modellen durchführten. So mancher war verwundert, dass man sich farblich überhaupt beraten lassen konnte.

Auf besonderen Wunsch der Schüler*innen machten wir einen Abstecher in die Abteilung Luftfahrttechnik, wann kann man schon ein echtes Flugzeug aus nächster Nähe begutachten?

Dann ging es in die Abteilung Mediengestaltung, auch hier durften wir hinter die Kulissen des unterrichtlichen Geschehens blicken. Besonders angetan waren die deutschen Lernenden von den offenen Unterrichtskonzepten. Den klassischen Frontalunterricht gibt es in vielen Ausbildungen nicht, vielmehr werden Projektaufträge, meistens für Realkunden, umgesetzt. Spannend wurden auch die gleitenden Unterrichtszeiten, ohne festgelegte Pausen, von den deutschen Schüler*innen wahrgenommen. Für viele augenscheinlich ein „Lernparadies“, mit einem hohen Maß an Selbstdisziplin und Eigenverantwortung.  

Nach dem Besuch der „historisch und hippen“ Stadt Zwolle, neigte sich der Tag in der Jugendherberge „De Pelikaan“ dem wohlverdienten Ende zu. Der längste Tag des Jahres wurde von einigen auf dem angeschlossenen Tennis- und Fußballplatz beendet.

Kröller-Müller Museum

Am nächsten Morgen wurde dem Weg ins Kröller-Müller Museum ein jähes Ende beschert! Die Autobahn stand voller Traktoren, denn die niederländischen Landwirte wollte ihrem Ärger über zu niedrige Stickstoffgrenzwerte durch eine Belagerung sämtlicher Straßen, auch der Autobahnen, Luft machen. Schön für die Landwirte, schlecht für uns. Mit über einer Stunde Verspätung kamen wir bei strahlenden Wetter in Otterlo an und mussten unseren Aufenthalt in dem wunderbaren Kröller-Müller Museum leider verkürzen. Wer weiß, was die Landwirte noch so vorhaben?

Die Rückreise war dann aber unauffällig. Der Bus hat uns gesund wieder nach Coesfeld gebracht.

Een fijne reis

21. März 2022

Duurzaam over grenzen heen  – Nachhaltig über Grenzen hinweg 

Nach den ersten erfolgreichen Versuchen, mit Lernenden des Deltion Colleges in Zwolle online Kontakt aufzunehmen und zusammenzuarbeiten, sollte nun eine Vertiefung stattfinden.  

Das Thema Nachhaltigkeit in den fremdsprachlichen Unterricht einzubinden hat sich dem Kurs der GTG21/ITG21 dabei ja fast aufgedrängt.  

Kleidung, Muster, Größen, Kleidungsstile und Verkaufsgespräche legten die Basis.  

Prima! Aber wo gehen wir nun shoppen? Wofür geben wir unser Geld aus? Muss man eigentlich jedem Trend hinterherjagen? Was bedeutet Kleidung für uns? Welche Folgen hat die Fast Fashion Industrie für den Menschen und die Umwelt? Gibt es Alternativen?  

Ja, die gibt es! Man kann zum Beispiel Kleidung tauschen! Gesagt getan. Im Anschluss an die erste Online Stunde mit dem Thema: „Warum ist kaufen eigentlich so schön?“ hatten die niederländischen und deutschen Teilnehmer*innen die Möglichkeit, auf einer Online-Plattform Kleidung, aber auch andere Dinge miteinander zu tauschen. Der analoge Austausch fand dann einige Tage später in Enschede an der „Europalaan“ statt (wo sonst?:-))  

Eines wurde deutlich: Die Niederländer*innen sind der Second Hand Mode gegenüber aufgeschlossener, das haben nicht nur Statistiken, sondern auch die Umfragen in der deutsch-niederländischen Gruppe gezeigt. Liegt dies an der oft erwähnten niederländischen „Moet kunnen-Mentalität“ („das muss doch möglich sein“), oder an der Tatsache, dass wir es mit Modeschüler*innen zu tun haben, die jedes getragene Kleidungsstück quasi als kreative Herausforderung sehen?  

Welche internationalen Möglichkeiten gibt es eigentlich für den Tausch von Kleidung und anderen gebrauchten Dingen? Welche Alternativen gibt es zu Ebay?  Dies war Inhalt der zweiten Stunde, in der in Kleingruppen verschiedene Plattformen miteinander untersucht wurden. 

Dieses Projekt ist die Grundlage für weitere Kooperationen und persönliche Treffen mit unserer niederländischen Partnerschule in Zwolle!  

Tot gauw😊