Lichtgitter GmbH - Drahtwickelanlage

Kurzbeschreibung der Projektaufgabe

Projektaufgabe

Im Rahmen der Technikerarbeit soll für die Firma Lichtgitter GmbH eine „Anlage zum kernlosen Aufwickeln von verdrilltem Draht“ entwickelt, konstruiert und gefertigt werden.

Aktueller Fertigungsablauf

Das Ausgangsmaterial (Runddraht) wird in Materialstärken von 5,5 mm bis 6,5 mm als Bund auf einen drehbaren Drahthalter aufgebracht. Ausgehend von dem Drahthalter wird der Runddraht in die Drahtziehmaschine eingezogen. Innerhalb der Drahtziehmaschine wird der Runddraht durch Walzen in eine quadratische Form gebracht und verdrillt. Nach dem Umformvorgang wird der verdrillte Draht mit Hilfe einer Drehgrundplatte auf eine Drahtspule aufgewickelt. Das Aufwickeln erfolgt dabei unter einer Zugspannung, damit der Draht nicht auf der Spule zusammenrutscht und in der weiteren Verarbeitung ohne Probleme abgewickelt werden kann.

Durch den Zieh- und Wickelprozess entstehen im Draht Wärme, Schrumpfungen und Spannungen. Die damit verbundenen Probleme, die Beschädigung und Deformierung der Spulen müssen im neuen Konzept gelöst und ausgeschlossen werden."

Soll-Konzept

Die vorhandene Drahtwickelanlage, bei der der Draht auf eine Spule aufgewickelt wird, wird ersetzt und so entwickelt, dass als Endprodukt eine kernlose Drahtrolle vorliegt. Diese Drahtrolle muss eine Masse von bis zu 1,5 Tonnen betragen können. Es ist eine Fixierung an den kernlosen Drahtrollen vorzusehen, die dafür sorgt, dass die stabilen Wickellagen erhalten bleiben. Ebenso sind Ösen zum Ansetzten von Kranhaken einzuplanen. Das Drahtpaket soll dadurch mithilfe eines Hallenkranes der neu konzipierten Drahtwickelanlage entnommen und nach kurzer Rüstzeit ein neuer Prozess gestartet werden können. Die Maße der fertigen Drahtrolle dürfen einen Innendurchmesser von 450 mm nicht unterschreiten, sowie einen Außendurchmesser von 1100 mm und eine Höhe von 1100 mm nicht überschreiten.

Wirtschaftliche Vorteile der "Anlage zum kernlosen Aufwickeln von verdrilltem Draht":

  • erleichterte Materialdisposition des umgeformten Drahtes innerhalb der Lichtgitter-Gruppe, da keine leeren Drahtspulen mehr transportiert werden müssen
  • Entfallen der Wartungs- und Reparaturarbeiten an den deformierten Drahtspulen